Clubfitting ...
Golfschläger von der „Stange“ passen oft nicht optimal zum Spieler oder seinen Schwunggewohnheiten.
Abhilfe kann hier ein modernes Clubfitting schaffen, welches unter Berücksichtigung des Alters, der körperlichen Voraussetzungen und des Könnens des Spielers hilft, die geeignete Ausrüstung zu finden.
Mit Diplom-Ingenieur Bernd Wetzel konnten wir einen Partner gewinnen, der sich aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und der intensiven Auseinandersetzung mit dieser Materie als hoch kompetenter Fachmann auf diesem Gebiet empfiehlt.
In Zusammenarbeit mit Bernd Wetzel können wir Ihnen nach einer statischen und dynamischen Schwunganalyse folgende Leistungen anbieten:
- 1. Anpassung Ihrer Golfschläger im Rahmen des Machbaren.
- 2. Zusammenstellung eines für Sie geeigneten Schlägersatzes eines Herstellers Ihrer Wahl.
- 3. Bau eines Schlägersatzes mit den Komponenten des Clubfitters.
Für weitere Auskünfte stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
| Der Ballflug ist ein exzellenter Indikator, ob die Schläger-Spezifikation korrekt ist. Die nachfolgende Auflistung zeigt was Sie beachten sollten, wenn Sie verschiedene Schläger-Spezifikationen ausprobieren. |
| Ball fliegt nach links: |
- Verwenden Sie einen härteren Schaft - Möglicherweise ist der Lie-Winkel zu steil - Vielleicht ist der Griff zu dünn |
| Ball fliegt nach rechts: |
- Verwenden Sie einen weicheren Schaft - Möglicherweise ist der Lie-Winkel zu flach - Vielleicht ist der Griff zu dick |
| Ball fliegt zu hoch: |
- Verwenden Sie einen steiferen Schaft - Verwenden Sie einen Schaft m. höherem Kick-Point - Nehmen Sie einen Schlägerkopf m. höherem Schwerpunkt |
| Ball fliegt zu niedrig: |
- Verwenden Sie einen weicheren Schaft - Verwenden Sie einen Schaft m. niedrigerem Kick-Point - Nehmen Sie einen Schlägerkopf m. niedrigerem Schwerpunkt |
| Unregelmäßiger Ballflug: |
- Verwenden Sie einen steiferen Schaft - VerwendenSie einen Schaft mit weniger Torsion oder - ... einem höherem Kick-Point - Testen Sie, ob die Schläger-Länge stimmt |
Step 1: 'Der Schlägerkopf'
- Blades oder Eisen mit Cavity-Back? Im ersten Schritt müssen Sie enscheiden, welchen Schlägerkopf Sie bevorzugen und welcher zu Ihnen passt. Hier kommt es darauf an, wie oft Sie spielen undwie gut Sie den Ball treffen. Ein Beispiel: Wenn Sie seit vielen Jahren Blades spielen, kommen Sie möglicherweise mit einem breiteren Schlägerkopf mit mehr Offset nicht zurecht. Blades haben einen höheren Schwerpunkt und weniger Offset und sind möglicherweise schwieriger zu spielen als ein größerer Schlägerkopf. Sie passen besser zu guten Spielern, die den Ball gerne steuern (Draw, Fade, ect.). Sie bringen ein besseres Feeling und mehr Ballkontrolle - also ein Vorteil für bessere Spieler. Eisen mit Cavity-Back haben grundsätzlich eine größere Schlagfläche, weshalb der Ball nicht immer exakt getroffen werden muss. Sie haben einen niedrigeren Schwerpunkt, was zu einem höheren Abflugwinkel führt. Diese Eigenschaften verhelfen zu einer besseren Treffsicherheit und einer höheren Flugbahn.
Step 2: 'Der Schaft'
- Stahl- oder Graphiteschaft? Grundsätzlich geht es um die Frage, ob Stahl- oder Graphiteschaft. Graphite ist generell leichter als Stahl und hat mehr Torsion. Das hilft Spielern, die eine höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit brauchen, um den Ball weiter zu schlagen. Das leichte Graphite verhilft körperlich schwächeren Spielern zu einem volständigen Aufschwung. Stahlschäfte sind scfhwerer und werden von besseren Spielern bevorzugt - von Spielern, die einen schnelleren Schwung haben und den Ball härter treffen. Das Extra-Gewicht sorgt für eine bessere Kontrolle des Schlägers während des gesamten Schwungs und zu einer geringeren Streuung. Die nächste Frage ist, welcher Stahl- oder Graphiteschaft geeignet ist. Die lieferbaren Schäfte haben verschiedene Kick-Points, Drehmomente und sind unterschiedlich schwer. Das führt zu unterschiedlichem Schlag-Feeling und verschiedenen Flugbahnen. Ein Golfspieler, der nach einer höheren Flugbahn seiner Schläge strebt, profitiert von einem Schaft mit einem niedrigeren Kick-Point. Der Schaft biegt sich noch näher am Schlägerkopf, was zu einem höheren Abflugwinkel des Balls führt. Ein Spieler mit einem harten Schlag bevorzugt vermutlich einen schwereren Schaft mit geringeren Torsion. Dies sorgt für ein solides Feeling während des gesamten Schlags, womit ein Maximum an Ballkontrolle vermittelt wird. Die niedrige Torsion hält den Schlägerkopf stabil und reduziert somit das Risiko, dass sich der Schlägerkopf im Treffmoment schließt.
Step 3: 'Die Schaft-Länge'
- Diese hängt von zwei Faktoren ab - dem Abstand der Handknöchel zum Boden und den Schlageigenschaften des Spielers. Die meisten Leute denken, dass die Länge des Schlägers in direktem Zusammenhang mit der Körpergröße stehen. Ein Irrtum. So kann beispielsweise ein groß gewachsener Spieler sehr lange Arme haben. In diesem Fall bräuchte er einen kürzeren Schaft. Die Körperhaltung des Spielers und die Frage, wie die Schlagfläche im Treffmoment steht, sind entscheidend, wenn es um die richtige Länge des Schaftes geht. Die Entscheidung ist also auch davon abhängig, ob der Spieler eine perfekte Haltung einnehmen will oder bei seinem "nicht korrekten Schwung" bleiben will. Der Spieler sollte sich zum Ball stellen und die von Ihm gewählte Haltung einnehmen, um ein perfektes Fitting zu erhalten. Dies wird mich Sicherheit zu einem solideren Schlag führen. Mit unterschiedlichen Schlägerlängen kann nun getestet werden, welche die geeignete ist. Bedacht werden sollte, dass ein längerer Schaft zu einer höheren Schlägerkopfgeschwindigkeit führt, womit aber auch die Kontrolle abnimmt. Ein exakt ausgeführter Schlag ist aber wichtiger als die Schlagweite. Deshalb empfehlen wir, einen möglichst kurzen Schaft zu verwenden. Vorausgesetzt, die Haltung beim Schlag ist für den Spieler angenehm und der Winkel der Schlagfläche im Treffmoment akzeptabel.
Step 4: 'Der Schaft-Flex'
- Die Flexibilität des Schaftes ist nicht nur eine Frage der Schlägerkopfgeschwindig- keit. Das Schwungtempo an sich ist einer der wesentlichen Faktoren. Generell kann man sagen, dass eine höhere Geschwindigkeit einen steiferen Schaft erfordert. Mindestens so wichtig ist das Tempo, mit dem der Schwung ausgeführt wird. Bei einem schnellen Schwung ist ein härterer Schaft mit niedriger Torsion sicher sinnvoll. Ein Spieler mit einer niedrigeren Schlägerkopfgeschwindigkeit oder einem langsamen, eher rhythmisch durchgeführten Schwungtempo sollte zu einem biegsameren, leichteren Schaft greifen. Denn damit lässt sich die Geschwindigkeit des Schlags erhöhen und eine bessere Weite erzielen. Um die korrekte Flexibilität des Schafts zu ermitteln, muss der Ballflug genau analysiert werden. Ein zu harter Schaft führt zu einer niedrigen Flugbahn und - bei Rechtshändern - zu einem Rechtsdrall. Ein zu weicher Schaft lässt den Ball höher, aber zu weit nach links fliegen. Ein viel zu weicher Schaft führt sogar dazu, dass der Ball entweder zu weit nach rechts oder zu weit nach links fliegt.
- Schlägerkopfgeschwindigkeit, Schlagtempo, ein guter Ballflug und ein gutes Feeling sind wichtig, wenn es um die Frage des richtigen Schafts geht.
Step 5: 'Der Lie-Winkel'
- Der richtige Lie-Winkel zwischen Schaft und der Sohle des Schlägerkopfs ist eminent wichtig. Nur wenn er genau richtig ist, hat der Spieler die größtmögliche Kontrolle über den Ball. Der Winkel sollte so ausgerichtet sein, dass die Unterseite des Schlägerkopfs im Treffmoment genau parallel zum Boden ist. Das bedeutet, dass beim Ansprechen die Spitze des Schlägers etwas oberhalb des Bodens sein sollte, damit die Flexibilitäte des Schafts berücksichtigt ist. Um zu testen, ob der Winkel tatsächlich optimal ist, sollten einige Bälle von einem Lie-Board oder einem perfekten Rasenstück geschlagen werden. Befestigt man ein Tape an der Unterseite des Schlägers, kann man genau sehen, an welcher Stelle der Schläger auf das Lie-Board trifft. Der Schläger sollte nun so justiert werden, dass der Treffmoment in die Mitte wandert. Ist der Winkel zu steil, berührt die Ferse des Schlägers beim Aufprall den Rasen. Die Folge: Durch den Hook fliegt der Ball deutlich nach links. Ist der Winkel zu flach, berührt die Spitze den Untergrung. Die Folge: Die Schlagfläche ist zu weit geöffnet, der Ball erhält starken Slice. Dieser Teil des Fitting kann dabei helfen, Schwungfehler zu korrigieren. Wenn beispielsweise ein Spieler mit Slice spielt, kann ein steilerer Winkel zu geraderen Schlägen führen. Bessere Spieler bevorzugen möglicherweise einen etwas flacheren Schlägerkopf, um jene unschönen, langen Hooks zu vermeiden, die vor allem unter starkem psychischem Druck auftauchen. Denn die Gefahr ist größer, lang, aber zu weit nach links zu schlagen, als kurz und zu weit nach rechts. Es sollte deshalb bedacht werden, dass der Winkel bei einem längeren Schaft steiler sein wird. Einige Spieler haben bei ihren Wedges vielleicht andere Winkel als bei den übrigen Schlägern ihres Sets. Damit lassen sich andere Schwünge durchführen, beispielsweise durch eine tiefere Schlaghaltung beim Ansprechen.
Step 6: 'Der Loft-Winkel'
- Der Winkel der Sohle (Bounce) ist nach dem individuellen Loft jedes einzelnen Eisens im Schläger-Set entworfen. Wird der Loft-Winkel angepasst, ändert sich auch der Winkel der Sohle. Ein stärkerer Loft bewirkt weniger Bounce und führt möglicherweise aber zu mehr "fetten" Schlägen. Aus diesem Grund empfehlen wir, den Loft nicht mehr als +/- 1 Grad zu verändern. Bei Wedges kann die Abweichung ruhig 2 Grad betragen, um den unterschiedlichen Ansprüchen der Spieler gerecht zu werden. Wenn mittlere Wedges und Lob Wedges mit verschiedenen Lofts und Bounces zum Schläger-Set gehören, kann dies zu einer größeren Vielfalt an Schlagmöglichkeiten führen.
Step 7: 'Griff & Griffstärke'
- Die Wahl des Griffs ist individuell. Als Faustregel gilt jedoch, dass Spieler, die schnell feuchte Handflächen haben, einen Cord-Griff wählen sollten. Dieser führt zu einem besseren Halt, kann aber die Hände strapazieren, falls der Spieler eine empfindliche Haut hat und viel spielt. Ein Spieler, der den Ball nicht immer genau trifft, sollte einen weicheren Griff benutzen. Somit werden die Vibrationen bei Fehlschlägen (schlecht getroffenen Bällen) gedämpft. Der wichtigste Aspekt bei der Wahl der richtigen Griffstärke für den Spieler ist, den Schläger im Treffmoment Square zu halten. Denn dies hängt eng mit der Fähigkeit zusammen, das Handgelenk im entscheidenden Moment zu entlasten. Ist der Griff zu dick, kann der Spieler den Schläger nicht in der nötigen Weise locker lassen, was zu Schlägen nach rechts führt. Es ist ein generelles Problem, dass zu dicke Griffe verwendet werden. Im Shop fühlen sich dicke Griffe immer gut an, sie eignen sich aber nur bedingt auf dem Platz. Ist der Griff allerdings zu dünn, wird das Handgelenk zu früh gelöst - der Ball fleigt nach links. Der Griff hat die richtige Stärke, wenn (beim Rechtshänder) die Fingerspitzen ganz leicht die Handflächen der linken Hand berühren. Stehen die Fingerspitzen zu weit über, ist ein dickerer Griff erforderlich. Die Größe des Golfhandschuhs ist ein guter Indikator für die richtige Griffstärke. Körperliche Einschränkungen wie Arthritis, Gelenkprobleme, das karpale Tunnel Syndrom und lange Fingernägel haben ebenfalls Einfluss auf die Auswahl der Griffstärke.






